Neue Ideen für die Corona-Forschung

Das Bundesforschungsministerium unterstützt 24 Forschungsbündnisse aus strukturschwachen Regionen mit zusätzlichen Mitteln im Kampf gegen COVID-19. Gefördert werden unter anderem verbesserte Desinfektionsverfahren und KI-basierte Empfehlungssysteme.

Um ihren Beitrag zur Bekämpfung der Corona-Pandemie zu leisten, haben mehrere geförderte Bündnisse aus den Programmfamilien „Innovation & Strukturwandel“ und „Unternehmen Region" neue, vielversprechende Ideen entwickelt. Für diese Forschungs- und Innovationsvorhaben stellt das Bundesforschungsministerium nun weitere 32 Millionen Euro zur Verfügung. Die Projekte adressieren ein breites Themenspektrum – von Diagnostik- und Therapieverfahren über Desinfektion und Schutzkleidung bis hin zu Konzepten für Begegnungskommunikation in öffentlichen Einrichtungen.

Coronavirus vor Zahlenreihen

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Plasma und Künstliche Intelligenz

So ist etwa aus dem Berliner Wachstumskern „QURATOR“ heraus die Idee einer dezentralen Plattform für mehr Informationstransparenz in Krisenzeiten entstanden. Hierbei sollen Empfehlungssysteme auf Basis Künstlicher Intelligenz (KI) dafür sorgen, dass Nutzerinnen und Nutzer exakt auf ihre Lebenssituation zugeschnittene Informationen erhalten.

Das Zwanzig20-Konsortium „3Dsensation“ mit Sitz in Jena strebt ein UV-basiertes Desinfektionsmodul an. Das intelligente Sensorsystem der geplanten Plattform sowie der hohe Grad an Flexibilität sollen eine intelligente, effiziente und gründliche Oberflächendekontaminierung möglich machen.

An den Standorten Jena, Braunschweig und Würzburg beschäftigt sich das Zwanzig20-Konsortium „InfectControl 2020“ mit neuen Therapieansätzen, mit der baulichen Infektionsprävention und mit Monitoringverfahren, die neue Erkenntnisse über Ausbreitungswege von COVID-19 ermöglichen.

Das Zwanzig20-Konsortium „Advanced UV for Life“ untersucht in Greifswald die Wirksamkeit von UVC-Strahlung bei der Bekämpfung von SARS-CoV-2 und anderen Viren.

Ebenfalls in Greifswald ist das Zentrum für Innovationskompetenz „plasmatis“ beheimatet. Es befasst sich mit zwei gegensätzlichen Plasmaverfahren, mit denen sich unter anderem medizinische Sicherheitsausrüstung wiederaufbereiten lässt.

Die neuen Forschungs- und Innovationsprojekte ergänzen und erweitern die umfangreichen Maßnahmen, die das Bundesforschungsministerium in der Corona-Krise ergriffen hat.